Wissenschaftliche Grundlagen

Wie wirkt eigentlich Akupunktur?

Auf die einfache Frage "Was passiert eigentlich bei der Akupunktur" gibt es zwar eine einfache Antwort: Die Nadel setzt einen Reiz, auf den der Körper reagiert. Damit ist allerdings noch nicht wirklich viel gesagt, daher möchte ich für Interessierte die vielfältigen Wirkungen der Akupunktur kurz skizzieren:

  • am Ort des Einstichs werden verschiedene Überträgersubstanzen freigesetzt, die schmerz- und entzündungshemmend wirken
  • durch Weiterleitung des spezifischen Nadelreizes zum Rückenmark und zu verschiedenen Orten im Gehirn werden auch dort Substanzen freigesetzt, die durch neuronale Hemmung bzw. Anregung Schmerz und Entzündung reduzieren und die Stimmung bessern
  • aufgrund der embryonalen Entwicklung ist besonders die Haut über ein sehr dichtes Netzwerk von Nervenfasern nicht nur mit dem Gehirn sondern auch mit allen Körperregionen und Organen verbunden. Diese Nervenverbindung kann sich beispielweise darin zeigen, dass ein bestimmtes Hautareal plötzlich empfindlich oder schmerzhaft wird, weil es mit einem erkrankten inneren Organ verbunden ist (viscerocutane Reflektorik). Hierbei gelangt von dem erkrankten Organ eine Information in die Haut. Die Akupunktur geht den umgekehrten Weg und setzt einen Reiz an genau dem Hautareal, das mit dem zu behandelnden Organ verbunden ist
  • der Akupunkturreiz wirkt als Impuls auf "festgefahrene" Regelkreise, die normalerweise für ein einwandfreies Funktionieren aller körperlichen und geistigen Funktionen sorgen. Bei Krankheit sind diese Regelkreise überfordert oder blockiert.

Mittlerweile ist nicht nur nachgewiesen, wie Akupunktur wirkt, sondern auch dass Akupunktur wirksam ist, und zwar deutlich besser als Placebo und in vielen Fällen auch deutlich besser als westliche Medikamente.